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Trummer-Frutigen

«Berner Oberländer im Gespräch» – die beliebte Veranstaltungsreihe

Die Berge des Berner Oberlandes gehören zu den spektakulärsten der Schweiz. Dass sie Ecken und Kanten haben, liegt in der Natur der Sache. Wie auch die Bewohner dieser Region. Seit 2016 führen wir sechsmal pro Jahr Gespräche mit interessanten Persönlichkeiten des Oberlandes durch.

Nach dem 1-stündigen Gespräch von 21 Uhr bis 22 Uhr (moderiert von Stefan Keller) laden wir zu einem Apéro ein. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Kollekte kommt einer vom Gesprächsgast ausgewählten Institution zugute.

Eine Anmeldung ist erwünscht:
+41 (0)33 673 80 00

info@parkhotel-bellevue.ch

6. Juli 2018: Hans Ruchti, Schauspieler und Sprecher

Wer kennt und liebt ihn nicht, den Werbespot mit Barry und Hans des Schweizer Früchteverbandes. Die Stimme der wohl berühmtesten und vorlautesten Gans der Schweiz gehört Hans Ruchti, dem in Thun aufgewachsenen Schauspieler und Sprecher. Regelmässig ans Mikrofon geholt wird der 48-Jährige auch für das Hörspiel «Die haarsträubenden Fälle des Philip Maloney». Zuletzt spielte er einen Berner Gemeindepräsidenten im Film «Usgrächnet Gähwilers» von Martin Guggisberg; in der kommenden Adventszeit wird der in Küsnacht lebende Schauspieler wieder mit Dodo Hug zu sehen sein. Seine besondere Begabung: Sprachen und Dialekte. Behände switcht er vom behäbigen Berndeutsch in den spitzen St. Galler Dialekt, in sein Repertoire gehören auch die Dialekte der Basler und Bündner, der Wiener, Kölner und Berliner. Davon wird er uns am 6. Juli eine Kostprobe geben. Hans Ruchti sieht sich durchaus auch in der Vermittlerrolle. Seit 2010 unterrichtet er als Atem-, Stimm- und Sprechtrainer. Seine Seminare «Hört, hört! So geht sprechen!» sind regelmässig ausgebucht. Sein Herzblut aber gilt den Jugendlichen eines öffentlichen 10. Schuljahres, die er als Fachlehrer in Theater und Sprachen unterrichtet.

Freitag, 6. Juli 2018 | 21 Uhr bis 22 Uhr
Mit anschliessendem Apéro. Moderation: Stefan Keller. Eintritt frei, Kollekte.

6. September: Ursula Irion, Betriebsleiterin und Kellermeisterin der Rebbaugenossenschaft Spiez

Wie ihr Cabernet Jura mundet, will uns Ursula Irion, die Betriebsleiterin und Kellermeisterin der Rebbaugenossenschaft Spiez, nicht verraten. «Das erfahren Sie dann am 6. September», sagt sie und schiebt nur noch nach, dass man diesen Rotwein niemals im Berner Oberland beheimaten würde. Bald ist klar: Die studierte Kulturgeografin, diplomierte Weinhändlerin und Winzermeisterin packt die Dinge
bei der Wurzel an – buchstäblich. Der auf dem Spiezer Rebberg noch immer dominierende Riesling-Silvaner muss sukzessive neuen Sorten weichen – solchen, die den Auswirkungen des Klimawandels trotzen können. «Wir bauen hier an den Rebanlagen für die nächsten 30 Jahre – eine schwierige und zugleich spannende Phase», auch angesichts des Volumens: Auf den 11,5 Hektaren Rebfläche werden 80 000 Flaschen gekeltert. Ursula Irion wird von ihren Erfahrungen und Experimenten mit neuen Sorten erzählen und von anderen Herzensangelegenheiten wie der sorgfältigen und ökologischen Arbeit im Rebberg und der Präzisionsarbeit im Keller. Sie verfolgt eine Qualitätsstrategie und orientiert sich beim Rotwein an der Burgunder und beim Weisswein an der deutschen Stilistik. Darf man dem Wein denn seine Oberländer Herkunft anmerken? «Unbedingt», antwortet sie. «Er darf Ecken und Kanten haben und soll, wie ein gutes Buch, zur Auseinandersetzung anregen.»

Donnerstag, 6. September 2018 | 21 Uhr bis 22 Uhr
Mit anschliessendem Apéro. Moderation: Stefan Keller. Eintritt frei, Kollekte.

12. Oktober: Björn Zryd, Bildhauer und Maler

«Künstlerei gilb-Art» stand viele Jahre auf Björn Zryds Auto. Die Aufschrift ist mittlerweile nur noch Erinnerung, doch die Wortschöpfung hat noch immer einiges mit dem Leben und Wirken des 55-jährigen Künstlers zu tun. Im Gilbach, einem Seitental Adelbodens, ist Björn Zryd aufgewachsen, hierhin ist er nach der Ausbildung zum Holzbildhauer in Brienz und einem London-Aufenthalt zurückgekehrt, wo er
seither als Bildhauer, Maler und Gestalter arbeitet. «Das Gilbach ist erdenschön, Ferien in der Ferne brauche ich nicht.» Er sei am liebsten daheim, wo Familie und Arbeit ein untrennbares Ganzes bilden.

Künstlerei – diese Wortspielerei klingt nach (Selbst)Ironie, die durchaus ein Wesenszug des ehemaligen Spitzencurlers ist; zum Ausdruck kommt auch sein zwischen Kunst und Handwerk pendelndes Schaffen, das sich heute jedoch fast ausschliesslich den freien Arbeiten widmet: Die Auftragsarbeit beträgt gerade noch 20%, in den Anfängen machte sie 90% aus. Seine besondere Leidenschaft gilt Skulpturen aus Holz und Stein, die durch eine starke Ausdruckskraft auffallen, doch bekannt und beliebt haben ihn die gemalten Oberländer Kühe gemacht. Dem 3-fachen Familienvater ging es stets darum, die Existenz seiner Familie zu sichern. Björn Zryd ist der einzige Künstler im Tal, der von seiner Arbeit leben kann.

Freitag, 12. Oktober 2018 | 21 Uhr bis 22 Uhr
Mit anschliessendem Apéro. Moderation: Stefan Keller. Eintritt frei, Kollekte.

Porträt Stefan Keller, Moderation

Stefan Keller arbeitet als Publizist, Projektentwickler und Veranstalter und lebt in Wien. Er war als Hotelier und Weinproduzent tätig, danach als Redaktor der Weinfachzeitschrift Vinum. Heute ist der gebürtige Thuner u.a. regelmässiger Mitarbeiter der Schweizerischen Weinzeitung. Neben dem Schreiben gehört auch das Reden als Moderator zu seinen Tätigkeiten. Sport? Stefan Keller ist ein begnadeter Fechter ‒ auf internationalem Parkett.

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